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xact – Wien, Mittwoch, 3. April 2019
Labstelle Wien, Lugeck 6, 1010 Wien


Einladung/Programm zum Download

xact – Graz, Dienstag, 19. Juni 2018
Hotel Wiesler, Grieskai 4-8, 8010 Graz


Bereits zum zweiten Mal fand die beliebte Fortbildungsreihe „xact“ in Graz statt. Schauplatz war passenderweise der „Salon Frühling“ im Grandhotel Wiesler. Eine große Anzahl gynäkologischer OnkologInnen verfolgte vier hochaktuelle Vorträge zum Ovarialkarzinom und zu den neuesten Therapieentwicklungen für diese Erkrankung. Gastgeber waren Univ.-Prof. Dr. Edgar Petru, stellvertretender Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Medizinischen Universität Graz, und Dr. Christian Schauer, Oberarzt der Abteilung für Frauen­heilkunde am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz.

Nach einer Begrüßung stellte Edgar Petru einige rezente Studien vor, die im Rahmen der Jahres­tagung der American Society of Clincal Oncology 2018 präsentiert worden waren. Dazu zählten etwa die OlympiAD-Studie, der Embraca-Trial und die TAILORx-Studie. In diesem Rahmen wurde auch der Einsatz des Oncotype-Tests diskutiert, der in den USA immer häufiger angewendet wird, um das Risiko für ein Wiederauftreten des Tumors einschätzen zu können. Gleich im Anschluss ging Christian Schauer auf die PARP-Inhibitoren ein und präsentierte auch zu diesem Thema die Ergebnisse der wichtigsten Studien, etwa der Studie 19, NOVA und SOLO-2, und informierte über die Zulassungs­erweiterung des PARP-Inhibitors Olaparib. Privatdozentin Dr. Gunda Pristauz-Telsnigg von der Klinischen Abteilung für Gynäkologie am Universitätsklinikum Graz und Spezialistin für Mutations­testungen ging auf die aktuellen Leitlinien zur BRCA1/2-Testung ein. Auch wenn, so betonte Pristauz-Telsnigg, aufgrund der Zulassungserweiterungen eine genetische Testung für den Einsatz eines PARP-Inhibitors nicht mehr notwendig sei, sollte sie trotzdem allen Patientinnen mit Ovarialkarzinom angeboten werden. Diese Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) ist auf das häufige Auftreten von Zweitkarzinomen (meist Mammakarzinomen) zurückzuführen, die ins­besondere bei PatientInnen mit BRCA1/2-Mutationen auftreten. Weiters kann durch die Testung ermittelt werden, ob eine familiäre Disposition vorliegt. Assistenzprofessor Dr. Daniel Reimer von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde an der Medizinischen Universität Innsbruck berichtete über das Nebenwirkungsmanagement, das im Rahmen zielgerichteter Therapie notwendig ist. Er zeigte auf, wie wichtig umfassende Kenntnisse zu diesem Thema sind, damit Patientinnen ein bestmögliches Therapieergebnis mit entsprechender Lebensqualität ermöglicht werden kann. Reimer thematisierte außerdem das Management von Nebenwirkungen der Immun­therapie, die oft erst spät im Behandlungsverlauf oder gar erst nach dem Ende der Therapie auftreten. Mit den Schlussworten von Christian Schauer und beim anschließenden Buffet klang ein interessanter Fortbildungsabend in Graz aus.

xact – Wien, Mittwoch, 13. Juni 2018
Labstelle Wien, Lugeck 6, 1010 Wien


In die 3. Runde ging am 19. Juni 2018 eine weitere xact-Veranstaltung zum Thema „Ovarialkarzinom“. Die „Labstelle“ im ersten Wiener Gemeindebezirk zog ein großes Publikum gynäkologischer OnkologInnen an, die nicht nur vier Vorträgen aktueller Themen rund um die Therapie des Ovarialkarzinoms lauschten, sondern sich im Anschluss auch intensiv an der Diskussion beteiligten. Gastgeber dieser Fortbildungs­veranstaltung war Univ.-Prof. Dr. Alexander Reinthaller, stellvertretender Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde an der Medizinischen Universität Wien.

Im ersten Vortrag sprach Assoc. Prof. Dr. Christoph Grimm über Innovationen der operativen Therapie von gynäkologischen Malignomen. Er präsentierte die neuesten Ergebnisse aktueller chirurgischer Studien wie DESKTOP III, LION und LACC und diskutierte deren Implikationen auf den klinischen Alltag. Assoc. Prof. Privatdozent Dr. Stephan Polterauer sprach zum Stellenwert von PARP-Inhibitoren in der Therapie des platinsensitiven Ovarialkarzinoms und dem damit einhergehenden neuen Therapiealgorithmus. Polterauer umriss die umfassende Studienlandschaft zu PARP- Inhibitoren und präsentierte die Ergebnisse der NOVA Studie, der Studie 19 und der Solo2-Studie. Abschließend fasste er die wichtigsten Punkte für eine Therapie mit Olaparib zusammen und verwies auf zukünftige Aspekte, die für eine PARP-Inhibitor-Therapie eine wichtige Rolle spielen, wie etwa Resistenzen, den Einsatz in der Firstline sowie mögliche Kombinationen mit anderen zielgerichteten Therapien. Assoc. Prof. Privatdozentin Dr. Veronika Seebacher widmete sich in ihrem Vortrag dem Supportivmanagement bei zielgerichteten Erhaltungstherapien und referierte Tipps und Tricks aus der klinischen Praxis, die der Adhärenz der Patientinnen zugutekommen sollen. Sie sprach über die häufigsten Nebenwirkungen unter PARP-Inhibitoren und die Möglichkeiten des Managements der dabei auftretenden Symptome. Auch wies sie auf die Notwendigkeit engmaschiger Kontrollen zu Therapiebeginn hin. Dr. Samir Helmy-Bader referierte abschließend über die Abklärung des komplexen Adnexbefundes und erläuterte praktische Tipps für die Unterscheidung zwischen benignen und malignen Adnextumoren. Im Anschluss an die einzelnen Vorträge fanden intensive Diskussionen statt. Auch die Location dieser xact-Fortbildungsveranstaltung, die Labstelle im ersten Bezirk, fand großen Anklang.

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